Istrien ist eine Halbinsel, die wie ein Dreieck geformt ist. Sie gliedert sich in drei Teile. Die Westseite und ihr Hinterland wird wegen ihrer rötlichen Erde auf dem Kalkgestein "Rot-Istrien" genannt. Der Osten mit dem Hinterland haben wegen ihres fruchtbaren, hellen Bodens den Namen "Gelb-Istrien", und der Norden mit dem Cicarija Gebirge, ist wegen seiner kargen, weißen Felsfarbe als "Weiß-Istrien" bekannt.
Die Kvarner Bucht dehnt sich von Rijeka bis Jablanac aus. Im mit Wäldern bedeckten Norden, liegt der Nationalpark Risnjak, im Südosten befinden sich die legendären Plitwitzer Seen.
Viele Küstenstädte und Inseln können das Erbe der jahrhundertlangen venezianischen Herrschaft nicht verleugnen, und ihre italienische Erscheinung ist nicht mehr wegzudenken.
Dalmatien zählt zu den schönsten Regionen Europas. Felsige Küsten, die vielen Sandstrände, die außergewöhnlichen Städte, deren historische Vergangenheit die adriatische Kultur maßgebend geprägt hat und das italienische Flair beibehalten hat, bestimmen diese einmalige Landschaft.
Vom nördlichen Zadar mit seinem Archipel und den vielen Sehenswürdigkeiten erstreckt sich die Region an den Inseln des Nationalpark Kornati vorbei nach Sibenik, Trogir, Salona und Split, die sich aus dem Palast des Kaisers Diokletian entwickelt hat. Über das Delta der Neretva erreicht man Ston und die Halbinsel Peljesac. Südlich davon liegt auf einer Felsspitze das mittelalterliche Dubrovnik, das frühere Ragusa. Heute zählt es zum UNESCO- Kulturerbe.
Mittelkroatien könnte man in drei verschiedene Landschaftsteile aufgliedern. Der Westen besteht aus den Weinbergen im Hügelland von Samobor bis nach Karlowa und Ogulin. Das Grenzland zu Bosnien-Herzegowina bildet die südliche Region. Das flache Land rund um die Hauptstadt Zagreb, das aus Gebäuden und Burgen des 18.Jahrhunderts erbaut wurde, ist das wirtschaftliche und politische Zentrum.
Trotz der landschaftlichen Schönheit, der Kirchen und Museen, sowie der Naturreservate, ist dieser Teil Kroatiens die am wenigsten besuchte Region.
Slawonien und die Baranja sind der östlichste Teil des nördlichen Kroatiens. Sie grenzen an Ungarn, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Dieses fruchtbare Gebiet wird als Kornkammer Kroatiens bezeichnet.
Slawonien ist ein Schwemmland zwischen der Donau und den Flüssen Sava und Drava (Drau), und an den Ausläufern liegen bewaldete Hügel und Weinberge. Früher verwandelten die Flüsse das Land in ein riesiges Sumpfgebiet.
Die Baranja liegt im Nordosten und wird von der Drava, der Donau und der ungarischen Grenze wie ein Dreieck eingerahmt. In den Ebenen wird Mais angebaut, und auf den Hügeln wächst ein vorzüglicher Wein.
Dieser Teil Kroatiens ist vor allem für die Hügel der Zagorje mit ihren Heil-und Thermalquellen bekannt. Der Bezirk Prekmura erzeugt die besten Weißweine, die in den Weingütern sowie in den Dorfläden entlang der Weinstraße verkauft werden. Außerdem gedeihen in diesem fruchtbaren Landschaftsgebiet Mais, Tabak und Sonnenblumen.
Berühmt sind auch die Städte Varazdin und Cakovec, die um alte Burgen herum erbaut wurden.
Hier bewahrt man noch die Trachten und die Traditionen. Sie dienen als Quelle für die naive Kunst, die in Hlebine ihr Zentrum hat.